Jedes Mal, wenn ich beim Aufenthalt in der Natur Müll sehe und ihn aufhebe, reinige ich dadurch den Raum und erfülle das Gebiet mit neuen, reinen Energien.
Wenn ich die Augen öffne, begegne ich nicht einfach nur einem neuen Tag, sondern einer neuen Seite im Buch meines Weges. Ich danke für das Geschenk des Bewusstseins.
Jeden Morgen, wenn ich meine Katze Rada, eine graublaue russische Schönheit, und ihre beiden erwachsenen Kätzchen füttere, stelle ich mir vor, dass ich alle Hungernden unserer Erde ernähre. Möge Frieden sein, möge es keine Hungernden geben. Mögen nur Menschen, die sich in Askese und bewusstem heilendem Fasten üben, hier verweilen. Vernunft möge uns allen zuteilwerden. Ich danke dafür, dass es euch alle gibt.
Jedes Mal, wenn ich Pranayama praktiziere, spüre ich, wie mein Körper gesund wird und in Harmonie kommt. Ich spüre, wie sich mein Bewusstsein erweitert und wie sich meine Verbindung mit dem Allerhöchsten immer weiter öffnet.
Wenn ich mein Gesicht mit kaltem Wasser wasche, spüle ich die Spuren des Schlafs und des Nebels der Unwissenheit fort. Mein Geist wird klar wie eine Bergquelle.
Wenn ich das Bett mache, bringe ich nicht nur das Lager, sondern auch den Raum meines Willens in Ordnung. Ich erkläre: Mein Tag wird strukturiert und harmonisch sein.
Mit dem ersten Schluck Wasser am Morgen fülle ich den Körper nicht einfach mit Flüssigkeit, sondern mit der belebenden Kraft des Lebensstroms (Prana), und bereite das Gefäß des Geistes auf große Taten vor.
Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich nicht das Spiegelbild des Fleisches, sondern das Antlitz meines höheren „Ichs“. Ich sende ihm Liebe und verspreche, im Einklang mit der Wahrheit zu handeln.
Jedes Mal, wenn ich mich richtig ernähre, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achte, Gymnastik und wohltuende Asanas mache, lange Spaziergänge unternehme, mit der Sonne und der Natur in Kontakt bin und auf die Reinheit meiner Gedanken achte und sie bewahre, verbessere ich das Gefäß des Geistes und stimme es auf die Verbindung mit dem höheren Selbst und den Kräften ein.
Wenn ich die Tür öffne und das Haus verlasse, überschreite ich die Schwelle zwischen der inneren und der äußeren Welt. Ich gehe nicht als Bittsteller hinaus, sondern als König, der sein Licht und seine Ordnung in die Welt trägt.
Mit dem ersten Schritt auf dem Weg erkläre ich: „Jeder meiner Schritte führt mich zu meinem Dharma (meiner Bestimmung). Die Erde unter meinen Füßen gibt mir Kraft und Standfestigkeit.“
Wenn ich zur Bezahlung meine Geldbörse öffne, bin ich mir bewusst, dass ich Energie dankbar loslasse und Raum für neuen Zufluss schaffe. Geld ist das Blut des wirtschaftlichen Organismus der Welt.
Wenn ich Nahrung zu mir nehme, genieße ich nicht einfach nur Essen, sondern die Gaben der Erde und der Sonne. Ich verwandle diese Materie in Energie für Dienst und schöpferisches Wirken und segne jeden Bissen.
Wenn ich eine Arbeitsaufgabe beginne, spreche ich: „Meine Hände arbeiten, mein Geist ist konzentriert und meine Seele beobachtet. In dieser Handlung bringe ich den Schöpfer zum Ausdruck.“
Wenn ich auf eine Schwierigkeit oder einen Streit stoße, atme ich ein und stelle mir vor, ich sei ein tiefer See. Die Wellen der Emotionen gleiten über die Oberfläche, doch die Weisheit ruht in der unbewegten Tiefe.