Heute sind es genau sieben Tage, seit ich Fulvosäure einnehme. Sie enthält außerdem mehr als 77 Mineralstoffe. Nun, was soll ich sagen? In der Packungsbeilage steht, dass man im Laufe des Tages nicht mehr als 20 Tropfen auf einen halben Liter Wasser nehmen soll. So viel Flüssigkeit trinke ich am Tag nicht, deshalb ist das, was ihr im Glas seht, meine Dosis: morgens so viel und abends genauso viel.
Am ersten Tag nahm ich mir vor, zweimal täglich je 10 Tropfen zu nehmen. Nach der ersten Einnahme musste ich mich bis halb in die Nacht hinein übergeben, deshalb war mir am Abend des ersten Tages, wie ihr euch denken könnt, nicht nach der zweiten Einnahme zumute. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht das Gefühl hatte, „jetzt gleich zu sterben“, obwohl Menge und Beschaffenheit dessen, was ich dem Ichthyander zurückgab, gelinde gesagt nichts für schwache Nerven waren.
Aber ich suche ja keine leichten Wege, und diejenigen, die Packungsbeilagen schreiben, sollten verstehen, dass jeder Organismus individuell ist und man mich nicht in ein Standardschema pressen muss! ))))) Deshalb wiederholte ich am nächsten Morgen dieselbe Dosis. Auch dieser Tag war für die Katz, denn diesmal kam es von unten. Allerdings ebenfalls ohne das Gefühl von wackeligen Beinen. Und da man mich nicht mit bloßen Händen packen kann, nahm ich am Abend die geplanten 10 Tropfen. Die Nacht verlief, so seltsam es klingen mag, ruhig. So blieb meine Dosierung dann auch: zweimal 10 Tropfen. Ich fühle mich hervorragend, bin munter und habe nicht einmal nach scharfem Essen oder Mehlspeisen Sodbrennen. Eine Merkwürdigkeit ist mir aufgefallen: Ich esse mehr, aber alles wird schneller verdaut, ich nehme nicht zu (ich wiege mich morgens), und sogar nach dem Mittagessen werde ich nicht schläfrig (der Kater ist enttäuscht, denn es war ein Ritual, sich nach dem Essen aneinandergekuschelt hinzulegen). Auch in meinem Kopf hat sich etwas verändert, denn früher hatte ich manchmal am ganzen „Kopp“ ein Kribbeln, wie eine Art Taubheitsgefühl. Besonders wenn darunter gerade aktiv über etwas nachgedacht wurde oder bei überdurchschnittlich starken Emotionen. Jetzt ist das zumindest bisher nicht mehr so.
Ich weiß nicht, ob das eine Nebenwirkung ist und ob es sich einpendeln wird, aber mir gefällt nicht, dass es schwerer geworden ist, gegen 4 Uhr morgens aufzuwachen. Davor sprang ich auf, eilte zu den Anwendungen, ging direkt in den Altarraum, und die Zeit verflog – ich wollte gar nicht hinaus! Jetzt halte ich höchstens eine Stunde durch, dann liege ich mit der Nase auf dem Boden. Ich muss bis etwa 8 Uhr weiterschlafen, und einmal bin ich sogar erst gegen 10 Uhr aufgestanden. Danach bin ich den ganzen Tag putzmunter. Mein Mann sagt, dass der Stress nachlässt ... Ich werde sehen, wie es weitergeht. Ich melde mich.


