1981 beschloss der ehemalige Pilot der US-Luftwaffe Alex Collier, seine Töchter während eines Familienurlaubs mit einem Versteckspiel zu unterhalten. Doch dieses scheinbar harmlose Spiel endete unter äußerst rätselhaften Umständen tragisch.
Und zwar geschah Folgendes: Irgendwann bemerkten alle, dass Alex nirgendwo zu finden war. Er war buchstäblich spurlos verschwunden. Die vor Entsetzen völlig aufgelösten Angehörigen suchten ihn verzweifelt und riefen nach ihm, doch ohne Erfolg. Die zum Tatort gerufene Polizei fand keinerlei Spuren eines Kampfes oder andere Anzeichen für etwas Verdächtiges. Sie vermutete, dass er selbst davongelaufen war. Seine Angehörigen schlossen diese Möglichkeit jedoch sofort aus, da Alex sehr an seiner Frau hing und seine Kinder innig liebte.
Was war also geschehen? Wie konnte ein erwachsener Mann mitten am helllichten Tag in einem Augenblick spurlos verschwinden?
Der Fall um Alex’ Verschwinden wurde nie aufgeklärt. Dennoch glaubten seine Frau und seine Töchter weiterhin an einen glücklichen Ausgang. Und ihr Glaube war nicht unbegründet: 92 Tage später kehrte der Mann zu seiner Familie zurück.
Eigentlich hätte das allen Freude bereiten müssen. Doch weit gefehlt: Die weiteren Ereignisse entwickelten sich nicht so erfreulich, wie man es sich gewünscht hätte.
Denn der Mann, der zurückkehrte, war nicht ganz derselbe Familienvater, den alle kannten. Nun erzählte er ständig von außerirdischen Zivilisationen und tat dies so aufdringlich und beharrlich, dass er sich, als er zwischen der Rückkehr in den Dienst und dem Glauben an Außerirdische wählen musste, für Letzteres entschied.
So sehr sich Verwandte und Freunde über Alex’ Rückkehr freuten, begegneten sie seinen Erzählungen dennoch mit Misstrauen. Mehr noch: Sie empfahlen ihm, einen Psychiater aufzusuchen, da sie glaubten, diese Geschichten seien die Folge eines psychischen Traumas.
Alex versicherte, er habe die ganze Zeit auf einem Raumschiff der Andromedaner verbracht, die, wie er sagte, nicht zufällig zu ihm gekommen seien. Es stellte sich heraus, dass Alex Collier in einem seiner früheren Leben ein Andromedaner gewesen war und als Wachmann in deren wissenschaftlichem Zentrum auf der Erde gearbeitet hatte. Doch leider starb er aus irgendeinem tragischen Grund. Nach seinem Tod durchlief seine Seele eine Reinigung und gelangte erneut in einen menschlichen Körper – und das war der Grund dafür, dass er seine wahre Herkunft viele Jahre lang vergessen hatte.
An jenem Tag, an dem er während des Familienpicknicks spurlos verschwand, hatten ihn schließlich zwei Andromedaner ausfindig gemacht, die sich ihm als seine Verwandten – als Brüder – vorstellten. Sie versuchten herauszufinden, ob er sich an irgendetwas aus seinem wahren früheren Leben erinnerte. Wie sich herausstellte, waren Alex keinerlei Erinnerungen geblieben. Dennoch stimmte der Mann einer kurzen Reise zu, während der er mit seinen außerirdischen Verwandten sprach. Das war der Grund für sein plötzliches Verschwinden.
Alex beschrieb die Andromedaner als Wesen mit blauer Haut und einer Körpergröße von über zwei Metern. Sie erzählten ihm, dass das Universum 21 Milliarden Jahre alt sei und sich ständig ausdehne. Fortwährend entstünden darin neue Galaxien – ein unendlicher Prozess, der unbegrenzt andauern werde.
Außerdem berichteten sie, dass die Andromedaner viel älter als die Erdbewohner seien. Ihre Seelen würden häufig wiedergeboren; bei manchen bleibe die Erinnerung an frühere Leben erhalten, bei anderen nicht. Bei einer Wiedergeburt als Mensch gingen die Erinnerungen fast immer verloren. Genau das war bei Alex geschehen.
Darüber hinaus erzählten die Außerirdischen Alex, dass es im Universum ungefähr 135 Milliarden Zivilisationen gebe, von denen sich die meisten auf demselben Entwicklungsstand wie die Menschen befänden. Hoch entwickelte Kulturen seien äußerst selten. Die Andromedaner selbst seien zwar eine uralte, aber keineswegs fortschrittliche Zivilisation.
Nachdem sie Alex diese Informationen mitgeteilt hatten, führten sie eine vollständige medizinische Untersuchung seines Körpers durch und kamen zu dem Schluss, dass sein physischer Körper eine Reise zu seinem Heimatplaneten nicht überstehen würde. Deshalb müsse er auf der Erde bleiben. Von nun an werde seine Seele ausschließlich in Menschen wiedergeboren.
Trotz alledem wollte Collier unbedingt einmal im Weltraum gewesen sein – und sein Wunsch wurde erfüllt. Seinen Worten zufolge war die Reise im Raumschiff der Außerirdischen für ihn eine unglaubliche Erfahrung, die seine Vorstellung von Zeit und Raum für immer veränderte.
Alex erzählte, dass es an Bord eine besondere gesellschaftliche Ordnung gegeben habe, die er drei Monate lang beobachten konnte. Er sah, wie die Außerirdischen ihre Kinder darin unterrichteten, richtig mit der Welt der Erdbewohner umzugehen. Außerdem beschrieb er die physikalischen Eigenschaften des Raumschiffs:
„Das Raumschiff, mit dem ich flog, war außen 900 Meilen breit. Seine Besonderheit bestand darin, dass es sich äußerlich den Gesetzen der Dimension unterordnet, in der es sich gerade befindet. Im Inneren gelten jedoch seine eigenen Gesetze – vollständig unabhängig von der Außenwelt.“
Er erzählte außerdem, dass man ihm für die Dauer des Fluges einen speziellen Gürtel gegeben habe. Tatsächlich handelte es sich um ein hoch technisiertes Gerät, das seine Atome, Moleküle und Zellen zusammenhielt, damit sie sich unter dem Einfluss der für seinen Körper fremden Gesetzmäßigkeiten nicht auflösten. Zudem erzeugte der Gürtel ein starkes Schutzfeld um Alex, das ihm ermöglichte, ohne Schaden für sich in anderen Dimensionen zu existieren.
Er erwähnte, dass er sich während des Fluges „wie ein Fisch im Aquarium“ gefühlt habe, da viele der Außerirdischen ihn beobachten und seine Gedanken hören konnten. Im Inneren des Raumschiffs fühlte er sich körperlich leichter, größer und energiegeladener als im gewöhnlichen Leben auf der Erde. Eine seltsame Zeitverschiebung zwang ihn jedoch dazu, viel Zeit schlafend zu verbringen – die Tage waren sehr lang.
Das Raumschiff der Andromedaner brachte den Mann zum Mond und zum Mars und flog nahe an den Saturnringen vorbei. Er sah mit eigenen Augen die erstaunlichen Landschaften des Sonnensystems. Während des Fluges stellte Alex den Andromedanern verschiedene Fragen. So fragte er beispielsweise, ob es im Sonnensystem andere intelligente Wesen gebe. Sie antworteten, dass die Menschen die zahlreichste Zivilisation seien, es aber auf fast allen Planeten Leben gebe. Auf der Venus sei es beispielsweise siliziumbasiert, in der Atmosphäre von Saturn und Jupiter methanbasiert und auf dem Neptun kristallin.
Die Andromedaner teilten außerdem mit, dass die Menschen im Vergleich zu ihnen weder technisch noch spirituell oder geistig besonders weit entwickelt seien. Sie erzählten, dass die Menschheit aus dem Sternbild Lyra stamme und dass es neben den der Menschheit bekannten fünf weitere Dimensionen gebe. Die Menschen hätten bislang kaum die dritte Ebene erreicht. Auf der vierten werde die Menschheit ein gemeinsames Gewissen entwickeln – die Sorge nicht nur um sich selbst, sondern auch um die Umwelt. Dies werde kollektives Bewusstsein genannt. Dadurch könnten alle Telepathie nutzen und die Gedanken der anderen lesen. Infolgedessen sei jeder Angehörige einer solchen Gesellschaft rein, offen und frei von verborgenen Absichten. In diesem Bewusstseinszustand könne man Energiesysteme und -felder wahrnehmen. Daher werde jedes Wesen in dieser Dimension hellsichtig.
Alex berichtete außerdem, dass die Zivilisation der Andromedaner über eine einheitliche Regierung verfüge und der Erde in der geistigen Entwicklung um 4700 Jahre und in der Technologie um 500.000 Jahre voraus sei. Sie hielten das Gleichgewicht zwischen den spirituellen und technischen Aspekten der Existenz aufrecht – mit anderen Worten: Sie nutzten Technologie ausschließlich für den spirituellen Fortschritt. In ihrem Rechtssystem würden Entscheidungen auf Grundlage des Zustands des Energiefelds eines Individuums getroffen. Andromedanische Wissenschaftler verfügten über Telepathie und Hellsichtigkeit. In jeder Inkarnation sei sich die Seele ihrer selbst und ihrer Bestimmung bewusst, wisse, wer sie zuvor gewesen sei und welche Reinkarnationen sie bereits durchlaufen habe. Darüber hinaus seien sie in der Lage, ihre eigene Entwicklung im Jenseits zu sehen.
Alex zufolge wird die Erde von aggressiven Wesen aus Alpha Draconis beherrscht. Sie seien den Menschen gefolgt und manipulierten sie auf jede erdenkliche Weise. Ihr Ziel sei es, die Menschheit ins Chaos zu stürzen, um den Planeten zu beherrschen. Die Andromedaner kämpften nicht offen gegen sie, täten jedoch alles, um den Menschen zu helfen, weiser und spirituell stärker zu werden.
Dies ist nur ein kleiner Teil dessen, was Collier seinen Angehörigen und Freunden erzählte. Wie bereits erwähnt, glaubten sie nicht nur keinem seiner Worte, sondern zwangen ihn auch, sich psychologisch untersuchen zu lassen. Und – erstaunlicherweise – stellten gleich mehrere Fachleute nach den Untersuchungen fest:
Alex weist keinerlei Auffälligkeiten auf, er ist psychisch vollkommen gesund.