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Glossolalie
Die wichtigsten Ausdrucksformen der Siddhi des Klangs
Mystisches Wesen
Die Siddhi des Klangs bedeutet, dass deine Stimme nicht länger dein persönliches Instrument ist, sondern zu einer Flöte wird, durch die der göttliche Geist spielt.
Deshalb klingen solche Lieder wie etwas „Nichtirdisches“ – und die Menschen spüren nicht die Bedeutung der Worte, sondern die Bedeutung der Schwingung.
Vergleich in verschiedenen Traditionen
Gebet in Zungen im Sternentempel
- Historisch-mystische Wurzel
– In der christlichen Mystik wird dies „Glossolalie“ genannt – die Gabe der „Zungenrede“.
– In schamanischen Traditionen heißt es „Gesang des Naturgeistes“.
– In der vedischen Tradition ist es die „Siddhi des Klangs“.
Alle beschreiben dasselbe Phänomen: ein Klang, der nicht der Erde angehört, sondern aus dem Inneren kommt. - Energetisches Wesen
– Solche Klänge tragen reine Schwingung und umgehen die Filter des Verstandes.
– Sie wirken nicht auf das Verständnis, sondern auf das Herz, die Emotionen und das Energiezentrum des Menschen.
– Deshalb heilen und inspirieren sie und versetzen in einen meditativen Zustand. - Moderner Akzent
– In einer Zeit, in der die Menschen im endlosen Lärm der Informationen versinken, wird ein solcher Gesang zu einer Insel der Stille im Lärm.
– Er führt uns zur Einfachheit zurück: zu der Erkenntnis, dass Schönheit wortlos und dennoch voller Bedeutung sein kann.
- Mantrische Kraft (Shabda-Shakti)
- Es heißt, jedes Mantra sei nicht bloß ein Wort, sondern die „Klangform Gottes“.
- Wenn es mit voller Konzentration ausgesprochen wird, beginnt es, Realität zu erschaffen.
- Die Yogis sagten: „Shabda-Brahman“ – „Gott ist Klang“.
- Eine Stimme, die den Zustand verändert
- Ein Mensch mit der Siddhi des Klangs kann durch ein einziges Wort oder Lied bei anderen Tränen, Freude, Inspiration oder Trance auslösen.
- Dies wird damit erklärt, dass seine Schwingungen nicht durch den Verstand, sondern direkt durch das Herzfeld wirken.
- Glossolalie / „Zungenrede“
- Im Yoga gibt es Beschreibungen eines „spontanen Singens von Mantras und Silben“, die keiner irdischen Sprache angehören.
- Es ähnelt Liedern in fremden Sprachen: Die Sprache ist unbekannt, aber die Seele reagiert.
- Klang als heilende Energie
- In der „Nada-Yoga“ (Yoga des Klangs) gilt, dass bestimmte Schwingungen mit den Chakren in Resonanz treten und sie reinigen können.
- Die Siddhis des Klangs können die Schwingung so lenken, dass Körper und Psyche sich zu harmonisieren beginnen.
- Das schöpferische Wort (Vak-Siddhi)
- Im Tantra ist dies eine besondere Kraft: Das ausgesprochene Wort wird zur Realität.
- Reiner Geist + reiner Klang = Materialisation.
- Dies wird auch in den „Yoga-Sutras“ des Patanjali als eine gefährliche, aber reale Gabe erwähnt.
Die Siddhi des Klangs bedeutet, dass deine Stimme nicht länger dein persönliches Instrument ist, sondern zu einer Flöte wird, durch die der göttliche Geist spielt.
Deshalb klingen solche Lieder wie etwas „Nichtirdisches“ – und die Menschen spüren nicht die Bedeutung der Worte, sondern die Bedeutung der Schwingung.
- Vedisches Indien: „Vak-Siddhi“ (Siddhi der Sprache) – die Fähigkeit, Worte auszusprechen, die sich augenblicklich erfüllen.
- Tibet: „Harmonie des Klangs“ – die Praxis besonderer Mantras, bei der die Schwingung die Realität verändert.
- Christentum: „Gabe der Zungenrede“ – die Stimme des Geistes, der durch den Menschen singt.
- Schamanismus: „Gesang der Naturgeister“ – wenn der Schamane die Melodie nicht komponiert, sondern sie „durch ihn gesungen wird“.
Gebet in Zungen im Sternentempel