- Joined
- 08.09.2020
- Messages
- 510
- Reaction score
- 7.181
- Points
- 29
- Age
- 42
- Location
- Россия, Москва
- 💎VM
- 835,50
- Enneatyp
- 5 5 (?)
- Geschlecht
- Weiblich
- Ashram-Einwohner
- Nein
Hallo, liebe Schülerinnen und Schüler der Schule und Teilnehmer dieses Spiels! Der Wettbewerb geht zu Ende, und es ist sehr erfreulich zu sehen, dass so viele Menschen auf diese Aktion reagiert und daran teilgenommen haben
Zum Abschluss habe ich beschlossen, noch einmal mitzumachen. Dabei wandte ich mich dem Gedicht „Schneesturm“ zu, das mich mit seiner positiven Ausstrahlung erobert hat.
Hab keine Angst vor den Böen des Schneesturms ...
Der Herr spielt auf der Flöte.
Und hab keine Angst vor dem irdischen Unwetter,
Der Winter tanzt vor Glück.
Diese Strophe lässt sich wunderbar mit dem Satz charakterisieren: „Alles, was geschieht, geschieht zum Besten!“ Jedes Unglück, das einem Menschen auf die eine oder andere Weise widerfährt, ist keineswegs unbedingt etwas Böses! Manchmal ist es im Gegenteil die Gnade des Schöpfers, denn ohne Prüfungen gibt es keine Entwicklung der menschlichen Seele, kein Wachstum. Der Mensch versinkt in alltäglichen, weltlichen Angelegenheiten, und die Seele schläft ein, anstatt die Erfahrungen zu sammeln, wegen derer sie hierher auf die Erde gekommen ist. Doch noch keiner Seele wurden Prüfungen auferlegt, die ihre Kräfte überstiegen hätten.
Kalter Schnee fällt und wirbelt.
Und wieder klopft und pocht jemand ...
Hab keine Angst – kein Unglück wird geschehen –,
Ein Engel klopft ans Fenster.
Wohin also fließen die Kräfte der menschlichen Seele, wenn ein Mensch seine Prüfungen durchläuft? Warum scheint es vielen Menschen, dass all dies einfach unerträglich ist? Die Antwort lautet: Die Kräfte fließen in die Angst. Manchmal ist ein Mensch von den Ereignissen so erschrocken und setzt seine Fantasie so stark ein, indem er sich allerlei Schrecken ausmalt (die in Wirklichkeit nicht existieren und nicht einmal zu erwarten sind), dass er die Hände sinken lässt und aufgibt, ohne überhaupt versucht zu haben, sein Unglück aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und das alles nur, weil der Mensch nicht genügend Vertrauen in die Höheren Kräfte hat. Es scheint ihm, als sei er auf der Erde allein und ohne Unterstützung, als würde ihm niemand helfen, die Fülle an Prüfungen zu bewältigen. Doch das stimmt überhaupt nicht! Jeder hat einen Schutzengel, an den man sich immer um Hilfe, Rat und Trost wenden kann und soll. Und Hilfe, Hinweise und Zeichen dafür, wie man richtig handeln soll, werden ganz sicher kommen! Manchmal geschehen Ereignisse, die ein Mensch für ein Unglück hält, doch sehr oft verhindern diese Ereignisse ein noch schlimmeres Unglück, das ihm hätte widerfahren können. Er versteht das nur nicht, weil er sich innerhalb der Situation befindet und sie nicht von oben betrachten kann, wie es die Engel tun.
Wieder beschenkte die Nacht uns mit Träumen.
Die Fenster sind mit Blumen verziert.
Wieder malten weiße Rosen
Frostblumen auf die Scheiben.
In dieser Strophe geht es darum, dass man in jedem Ereignis, selbst im schrecklichsten und unansehnlichsten, etwas Gutes sehen kann. Die Nacht steht hier für das Unoffenbarte, Unerkannte in der Seele des Menschen. Wenn etwas unverständlich ist, ruft das wiederum Angst hervor. Man kann stehen bleiben, sich fürchten und nirgendwohin gehen. Oder man kann in diesem Unbekannten eine besondere Schönheit erkennen und sich neue Möglichkeiten erträumen. Man kann ständig jammern und sich über sein böses Schicksal beklagen, darüber, dass „man durch die vereisten Scheiben nichts sehen kann“, oder man kann in den Eisblumen wunderschöne Rosen erkennen – ein Sprungbrett für das eigene geistige Wachstum und ein größeres Bewusstsein. Wie man sagt: Der eine sieht, dass „das Glas halb voll ist“, während der andere klagt, „dass das Glas halb leer ist“. Dabei ist es dasselbe Glas, es verändert sich nicht. Alles hängt vom Blickwinkel ab.
So öffne dich, Seele, der Natur.
Leb wie der Wind in Freiheit!
Und hab keine Angst vor den Böen des Schneesturms ...
Der Herr spielt auf der Flöte .
Hier sehen wir den Aufruf, dass der Mensch sich endlich von seinen ausgedachten und oft durch nichts gestützten, unbegründeten Ängsten befreit, sich mit seiner Rod (При-рода), den Höheren Kräften verbindet und die natürliche Ordnung der Dinge erkennt. Und dass er sich frei aus der Gefangenschaft seiner eigenen Illusionen fühlt. Das Einzige, was er wirklich wissen muss: Die „Böen des Schneesturms“ – die Prüfungen – sind normal, und so soll es auch sein. Auf der Erde ist es nicht so, dass immer alles glatt und gut läuft, sonst gäbe es keine Evolution. Genau deshalb „spielt der Herr auf der Flöte“ – er erschafft den Wind des Wandels, beseitigt das Alte, bringt Neues hervor und verändert alles Bestehende in etwas anderes, Unbekanntes ... Der Mensch betrachtet pessimistisch, dass alles zerstört sei, dass „das Leben vorbei“ und „der Schneesturm ihn zu Boden geworfen habe und er nicht mehr aufstehen könne“. Eine solche Sichtweise gibt dem Menschen jedoch keine Kraft, sondern raubt sie ihm nur. Ein positiver Blick auf die Welt ist weitaus vernünftiger: Ja, alles ist zerstört, aber das bedeutet nur, dass es nicht lebensfähig war oder dass seine Zeit auf der Erde abgelaufen ist. Das ist keineswegs das Ende, sondern ein neuer Anfang von etwas viel Globalerem und Großartigerem als zuvor. Das Leben wird interessanter, facettenreicher und bunter! Man muss sich nur auf die Neue Welle einstellen und daran glauben, dass die Höheren Kräfte immer in der Nähe sind und einen in die richtige Richtung führen.
Mit dieser positiven Note verabschiede ich mich